Sehr geehrte Mitglieder,

das 2. Elberfelder Forum der IG1 hatte das Thema der Ansiedelung eines  „FOC- Döppersberg“ mit einer Verkaufsfläche von ca. 30.000 qm. Dies sind mehr als 30% der bisher bestehenden Einzelhandelsflächen.

Fertigstellung des Projektes in 3 Bauabschnitten durch den Investor und dem Betreiber bis 2019:

  1. Bauabschnitt:             10.000 qm - Alte Bundesbahndirektion
  2. Bauabschnitt:             13.000 qm - Postgebäude am Kleeblatt
  3. Bauabschnitt:               7.000 qm  Bundesbahn (heute Gebäude an der Bahnlinie Polizei, Gepäckannahme)

Insgesamt sollen auf den o.g. Flächen im 1. Bauabschnitt 65 Geschäfte entstehen, bei kompletter Fertigstellung sollen es 150 Geschäfte sein.

Ca. 2.500 Parkplätze werden in dem Gebäude der Post am Kleeblatt geschaffen

Ziel des Forums war, dem eingeladenen Elberfelder Geschäftsfeld aus Sicht der innerstädtischen Akteure aufzuzeigen, welche Auswirkungen eine Erweiterung der Einzelhandelsflächen der Innenstadt um 1/3 der bisherigen Fläche durch ein geplantes FOC am Döpperberg hat.

Nach der Begrüßung durch den Vorstand der IG1 folgte  derImpulsvortrag von Herrn Uwe Seidel ( Geschäftsführer Lademann & Partner), „Factory Outlet Center in Deutschland – Stand der Entwicklung, Perspektiven und Trends“, der in der Anlage beigefügt ist.

Danach gab der Betreiber des FOC Döppersberg, Herr Thomas Reichenauer (Geschäftsführer der ROS Retail Outlet Shopping GmbH) eine kurze Einführung über „Das FOC in Wuppertal Elberfeld“.

Im Anschuss an die Vorträge wurde in einer offenen Podiumsdiskussion - geleitet durch Frau Rüffer (Radio Wuppertal) - über die Einzelhandelsplanungen am Döppersberg kontrovers diskutiert. Teilnehmer waren:

  • Matthias Zenker, Vorstandmitglied der IG1
  • Ralf Engel, Geschäftsführer Rheinischer Einzelhandels- und Dienstleistungsverband e.V.
  • Dr. Rolf Vollmerig, Wirtschaftsförderung Wuppertal
  • Thomas Reichenauer, Geschäftsführer der ROS Retail Outlet Shopping GmbH

Fazit der Veranstaltung aus Sicht des Vorstandes der IG1:

  • FOC Döppersberg versus DOC Remscheid Lennep – wer verdrängt wen? Hier kann es nur Verlierer geben!
  • Es gibt bisher keinen städtebaulichen Vertrag, der neben den inhaltlichen Vorgabe zum FOC auch die Anbindung zur Innenstadt Elberfeld regeln kann.
  • Eine Qualitätsoffensive Elberfeld und Barmen, mit einem Budget von 300.000 € innerhalb von 5 Jahren ist nicht ausreichend, um eine attraktive stadtplanerische Anbindung an das innerstädtische Zentrum Elberfeld und an den Stadtteil Barmen zu schaffen?
  • Es gibt keinen „Plan B“, falls das FOC am Döppersberg nicht realisiert werden kann.
  • Geschäftsleute der Innenstadt Elberfeld fühlen sich von der Stadt auch in diesem Thema nicht mitgenommen und gut informiert. Eine Wertschätzung und Respekt gegenüber dem bestehenden Geschäften am Standort gibt es nicht.
  • Aufgrund der geringen Resonanz der Geschäftswelt von Elberfeld für dieses Forum könnte man auf eine Resignation der Elberfelder Akteure gegenüber der Stadt schließen, wasalle Beteiligten zum Nachdenken anregen sollte.